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Auslöser der Nesselsucht möglichst meiden

Bei bestimmten Formen lassen sich so Symptome kontrollieren

In mehr als 80 Prozent der Fälle von chronischer Urtikaria findet sich kein Auslöser. Bei einigen Formen der chronischen induzierbaren Urtikaria kannst du mithilfe deiner Arztpraxis die spezifischen Auslöser identifizieren – zum Beispiel Wärme, Kälte oder Druck. Wenn du diese, falls möglich, vermeidest, lassen sich die Symptome deiner Urtikaria unter Umständen bereits dadurch gut unter Kontrolle bringen.

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Oft verschwindet die Nesselsucht nach einiger Zeit spontan wieder.1 Im Verlauf der Diagnose versucht dein*e Ärzt*in zunächst, mit dir herauszufinden, ob ein typischer Auslöser für deine Nesselsucht verantwortlich ist. Ihre Vermeidung kann im Idealfall zur Symptomfreiheit führen oder zumindest die Krankheitsaktivität vermindern.1 Allerdings kann auch das wiederum zu Einschränkungen im Alltag führen und so eine Verschlechterung der Lebensqualität bedeuten, wenn du beispielsweise bei einer cholinergischen Urtikaria auf Sport verzichten oder bei einer Lichturtikaria das Sonnenlicht meiden solltest. Besprich mit deinem*deiner Ärzt*in, ob bei solch starken Einschränkungen und den damit verbundenen psychischen Belastungen dieser Therapieansatz der richtige ist.

Zwei Füße auf Fliesen.
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Deine passende Facharztpraxis finden 

Es ist wichtig, dass Patient*innen zu Fachärzt*innen gehen, bei denen sie sich von Beginn an gut aufgehoben, beraten und behandelt fühlen. Das gilt insbesondere bei Erkrankungen wie Urtikaria, die unter Umständen chronisch verlaufen und eine dauerhafte fachärztliche Begleitung erfordern. Du bist noch auf der Suche nach einer Facharztpraxis? Um Dermatolog*innen zu finden, nutze die Facharztsuche: Gib einfach deine Postleitzahl oder deinen Wohnort ein und lass dir Praxen in deiner Nähe anzeigen, die sich auf Urtikaria spezialisiert haben.

Eine Frau in weißem Kittel betrachtet den rechten Oberarm einer weiteren Person durch eine Lupe.
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Welche Auslöser einer Nesselsucht lassen sich vermeiden?

Bei über 80 Prozent der Patienten mit chronischer Urtikaria bleibt die Ursache unbekannt.Wenn du allerdings weißt, welcher Reiz deine Symptome auslöst, kannst du ihn eventuell vermeiden. 

Vermeidung von Auslösern bei chronischer induzierbarer Nesselsucht

Auslöser einer chronischen induzierbaren Nesselsucht sind häufig einfach zu identifizieren:

  • Zeigen sich bei dir beispielsweise Symptome infolge eines symptomatischen Dermographismus (früher Urticaria factitia), hilft es möglicherweise, auf zu enge Bünde bei der Kleidung oder zu schmale Trageriemen bei Taschen oder Rucksäcken zu verzichten. Symptomatischer Dermographismus bezeichnet eine Hautreaktion, bei der nach mechanischer Belastung durch Reiben oder Kratzen juckende, strichförmige Quaddeln entstehen, die wie eine „Hautschrift“ auf der Oberfläche erscheinen.1
  • Reagierst du dagegen sehr schnell auf eisigen Wind mit einer Kälteurtikaria, solltest du versuchen, stürmisch-kalte Tage am besten drinnen zu verbringen oder dich besonders warm und geschützt anzuziehen.1
Illustration einer Hand mit der symbolischen Darstellung von Hautausschlag.
Novartis Pharma GmbH

Daneben kommen weitere Auslöser infrage.

In deiner Arztpraxis solltest du in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch die Informationen bekommen, die dir helfen, Auslöser zu erkennen und zu minimieren. Ein Symptom-Tagebuch zu führen, kann dich dabei unterstützen, deine persönlichen Auslöser aufzuspüren.1

Vermeidung von weiteren bekannten Faktoren bei Nesselsucht

Weitere Faktoren können eine bestehende Urtikaria verschlimmern. Sind diese bekannt sollten sie, wenn möglich, auch vermieden oder bei Entzündungen/Infektionen behandelt werden:

  • Medikamente können eine Nesselsucht verstärken– zum Beispiel manche Schmerzmittel (etwa nicht steroidale Antirheumatika, NSAR)1. Vermutest du einen Zusammenhang bestimmter Medikamente mit dem Auftreten deiner Symptome besprich das weitere Vorgehen mit deinem*deiner Ärzt*in.
  • Die chronische Nesselsucht wird auch mit einer Vielzahl von entzündlichen oder infektiösen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Dazu zählen Infektionen des Magen-Darm-Trakts (zum Beispiel eine Helicobacter-pylori-Infektion) sowie bakterielle Infektionen des Hals-Nasen-Rachen-Raums und der Zähne beziehungsweise des Zahnhalteapparates. Entzündliche Erkrankungen können Magen (Gastritis), Speiseröhre (Refluxösophagitis) oder Gallengang und -blase betreffen. Diese Erkrankungen sollten unbedingt behandelt werden.1,3
  • Die Zusammenhänge zwischen Stress und Nesselsucht sind zwar noch nicht endgültig erforscht, doch es gibt einige Hinweise darauf, dass Stress Schübe auslösen oder eine Urtikaria verschlimmern kann. Daher solltest du zum einen Stress möglichst vermeiden und zum anderen aktiv durch Achtsamkeit und Entspannungsübungen dagegen angehen.1
  • Bestimmte Nahrungsmittel enthalten viel Histamin (zum Beispiel reifer Käse und geräucherte Wurst sowie alkoholische Getränke) und können eine Urtikaria verstärken, sehr selten auch auslösen. Falls das bei dir diagnostiziert wurde, kann eine entsprechende Diät helfen – am besten mithilfe einer Ernährungsberatung.4 Die Reaktionen von Patient*innen können sehr individuell sein. Daher ist der Erfolg einer entsprechend angepassten Diät nicht garantiert und auch erst nach einer gewissen Dauer messbar.1 Dabei verzichten Betroffene die ersten drei Wochen strikt auf mögliche Auslöser, danach testen sie schrittweise einzelne Lebensmittel auf Verträglichkeit.5

Wie kann man Nesselsucht vorbeugen?

Eine Vorbeugung ist nur möglich, wenn die persönlichen Auslöser deiner Urtikaria bekannt sind. Diese kannst du durch ärztliche Untersuchungen und das Führen eines Symptom-Tagebuchs identifizieren. Anschließend lassen sich die ermittelten Auslöser im Alltag gezielt meiden. Eine Hautarztpraxis oder -klinik in deiner Nähe findest du mit der Facharztsuche.

Was löst Nesselsucht aus und wie erkennst du deine Auslöser?

Mögliche Auslöser der Urtikaria sind physikalische Reize wie Kälte, Wärme, Druck oder Licht, aber auch Medikamente, Stress und histaminreiche Nahrungsmittel. Die Identifizierung der Auslöser erfolgt durch ärztliche Diagnostik und das Führen eines Tagebuchs, in dem Symptome und mögliche Zusammenhänge dokumentiert werden. In mehr als 80 Prozent der chronischen Fälle lässt sich jedoch kein Auslöser finden.

Kann ein angepasster Lebensstil Nesselsucht vorbeugen?

Ja, bestimmte Anpassungen können helfen, Urtikaria vorzubeugen. Stressreduktion durch Achtsamkeit und Entspannungsübungen sowie die Behandlung von Infektionen und Entzündungen sind wichtige Maßnahmen. Auch der Verzicht auf auslösende Medikamente – nur nach ärztlicher Rücksprache – kann sinnvoll sein.

Welche Rolle spielt die Ernährung beim Vermeiden von Nesselsucht?

Histaminreiche Lebens- und Genussmittel wie gereifter Käse, Räucherwurst und Alkohol können deine Beschwerden verstärken. Eine angepasste Diät mit ernährungsmedizinischer Begleitung kann bei Urtikaria helfen, wobei der Erfolg individuell unterschiedlich ausfällt und erst nach mehreren Wochen beurteilbar ist.

Welche häufigsten Auslöser sollte ich bei Nesselsucht in meinem Alltag meiden?

Zu enge Kleidung und schmale Trageriemen bei Rucksäcken oder Taschen solltest du bei druckempfindlicher Haut meiden. Bei Kälteempfindlichkeit ist der Schutz vor kaltem, stürmischem Wetter wichtig. Zusätzlich solltest du nach Möglichkeit bestimmte Schmerzmittel, Stress und histaminreiche Lebensmittel vermeiden, wenn bekannt ist, dass diese Faktoren bei dir einen Nesselsucht-Schub auslösen. Darüber hinaus kommen noch weitere Faktoren als potenzielle Auslöser in Betracht.

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Quellen:

  1. Allergieinformationsdienst. Urtikaria (Nesselsucht). https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/urtikaria (zuletzt aufgerufen am 04.05.2026).
  2. Schaefer P. Acute and Chronic Urticaria: Evaluation and Treatment. Am Fam Physician. 2017;95(11):717-724. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28671445/ (zuletzt aufgerufen am 04.05.2026).
  3. Gesund.bund.de. Nesselsucht. https://gesund.bund.de/nesselsucht-urtikaria https://gesund.bund.de/nesselsucht-urtikaria (zuletzt aufgerufen am 04.05.2026).
  4. Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. Histamin-Unverträglichkeit. https://www.daab.de/ernaehrung/nahrungsmittel-unvertraeglichkeit/histamin-unvertraeglichkeit/ (zuletzt aufgerufen am 04.05.2026).
  5. Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie Ruhr-Universität Bochum – St. Josef-Hospital. Patienteninformation „Pseudoallergenarme Diät“. https://www.klinikum-bochum.de/fachbereiche/dermatologie-venerologie-allergologie/informationen-fuer-patienten.html?file=files/klinikum-bochum/dokumente/fachbereiche/dermatologie-venerologie-allergologie/patientenmerkblaetter/Pseudoallergenarme%20Kost.pd (zuletzt aufgerufen am 04.05.2026).

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