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Die systemische Therapie bei Psoriasis

Medikamente, die im ganzen Körper wirken

Wenn du an mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte mit oder ohne Beteiligung der Gelenke erkrankt bist, wird eine systemische Therapie angewendet, also eine innerlich und auf den ganzen Organismus wirkende Behandlung mit Medikamenten. Diese Medikamente werden entweder als Tabletten verabreicht oder mit Spritzen injiziert oder als Infusion gegeben. Dabei verteilt sich der Wirkstoff über den Blutkreislauf im gesamten Körper.

Bei Psoriasis lässt sich die systemische Therapie in drei Gruppen unterteilen: die klassische systemische Therapie, die Biologika-Therapie und die Behandlung mit zielgerichteten Basismedikamenten.

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Systemische Therapien der Psoriasis beeinflussen das Immunsystem

Die Gruppen der systemisch wirkenden Schuppenflechte-Medikamente haben eine Gemeinsamkeit: Sie beeinflussen das Immunsystem, das die Entzündungen in Haut und Gelenken verursacht. Damit kann der Verlauf der Erkrankung positiv beeinflusst werden.

Die Therapieformen greifen unterschiedlich in das Immunsystem ein. Klassische Therapien hemmen das Immunsystem gleich an mehreren Stellen. Biologika dagegen greifen gezielt in den für Schuppenflechte typischen Entzündungsprozess ein, indem sie Botenstoffe im Blut hemmen. Zielgerichtete Basismedikamente wiederum wirken innerhalb der Zellen und unterbrechen dort den entzündungsfördernden Signalweg.1,2,3,4,5

Ist Schuppenflechte heilbar?

Schuppenflechte kann gut behandelt werden, ist aber nach heutigem medizinischem Stand nicht heilbar. Eine adäquate Therapie kann den Zustand der Haut verbessern, einen neuen Schub verhindern und sogar dazu führen, dass du dauerhaft symptomfrei bleibst. 

Die klassische systemische Therapie einer Psoriasis hemmt Entzündungsprozesse im Körper und bessert so die Symptome der Erkrankung. Sie unterdrückt das Immunsystem, die eingesetzten Medikamente werden deswegen als Immunsuppressiva bezeichnet.

Klassische systemische Therapien der Psoriasis gibt es in Form von Tabletten, Spritzen und Injektionssystemen. Die Schuppenflechte-Medikamente enthalten Wirkstoffe wie beispielsweise Methotrexat (MTX) oder Ciclosporin. Sie wirken teilweise nicht nur auf die Haut, sondern auch auf die Gelenke. Es gibt eine Reihe möglicher Nebenwirkungen wie Übelkeit, Haarausfall, Mundschleimhautentzündung, Leberschädigung, Blutbildungsstörungen und ein erhöhtes Infektionsrisiko. Daher sind regelmäßige Laborkontrollen der Blutwerte notwendig.

Bei einem Entzündungsprozess gibt es meist einen Auslöser (Trigger), der das Immunsystem aktiviert. Die Immunzellen produzieren Botenstoffe, die wiederum andere Immunzellen aktivieren. So wird die Entzündungsreaktion aufrechterhalten.1,2,3

Infografik, die einen Entzündungsprozess darstellt. Ein Trigger aktiviert das Immunsystem, Immunzellen produzieren Botenstoffe, die die Entzündung auslösen und aufrechterhalten und andere Immunzellen aktivieren.
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Deine passende Facharztpraxis finden 

Es ist wichtig, dass Patient*innen zu Fachärzt*innen gehen, bei denen sie sich von Beginn an gut aufgehoben, beraten und behandelt fühlen. Das gilt insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Psoriasis und Psoriasis-Arthritis, die eine dauerhafte fachärztliche Begleitung erfordern.

Du bist noch auf der Suche nach einer Facharztpraxis? Um Dermatolog*innen und Rheumatolog*innen zu finden, nutze die Facharztsuche: Gib einfach deine Postleitzahl oder deinen Wohnort ein und lass dir Praxen in deiner Nähe anzeigen, die sich auf Psoriasis und Psoriasis-Arthritis spezialisiert haben.

Ein Mann und eine Frau schauen auf einen Tablet-PC.
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Zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Formen der Schuppenflechte und Psoriasis-Arthritis stehen seit einigen Jahren Medikamente, die die Abläufe des Immunsystems beeinflussen, zur Verfügung. Sie werden als Biologika (oder Biologicals) bezeichnet. Biologika greifen in die fehlgeleitete Abwehrreaktion der Schuppenflechte und der Psoriasis-Arthritis ein und hemmen die überschießende Entzündungsreaktion.

Die fehlgeleitete Abwehrreaktion bei der Psoriasis wird durch bestimmte körpereigene Botenstoffe und Zellen des Immunsystems ausgelöst.

Je nachdem, welcher Stoff gehemmt wird, werden die Medikamente unterschiedlichen Gruppen zugeordnet: beispielsweise den Interleukin-17A-Hemmern, den Interleukin-23/A-Hemmern, den Interleukin-12-Hemmern und den TNF-Hemmern (Tumornekrosefaktor-Hemmer). Manche Biologika entfalten ihre Wirkung verstärkt im Bereich der Haut, manche verstärkt im Bereich der Gelenke. Es gibt zudem Biologika, die positiv auf Haut und Gelenke wirken. Sie können den Verlauf der Erkrankung auch bei der Psoriasis-Arthritis verbessern.

Infografik mit schematischer Darstellung der Haut und verschiedenen Zelltypen, die unterschiedliche Botenstoffe produzieren und verschiedene Rezeptoren tragen.
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Entzündungsprozess im Körper, schematische Darstellung. TNF-α = Tumornekrosefaktor-alpha, TH = T-Helferzelle, IL= Interleukin

Biologika gegen Schuppenflechte werden als Infusion oder Spritze verabreicht. Wenn du die Medikamente gut verträgst, können sie dauerhaft verabreicht werden: Auch wenn du symptomfrei bist, solltest du die Medikamente nicht eigenständig absetzen. Das Immunsystem kann sonst wieder aktiv werden und die Entzündung wieder aufflammen – dann sind auch die Symptome wieder da. Darum ist es wichtig, bei der Therapie am Ball zu bleiben.

Durch das Einwirken auf das Immunsystem können Biologika Nebenwirkungen wie ein erhöhtes Infektionsgeschehen oder Blutbildungsstörungen haben. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen der Blutwerte erforderlich.1,2,4

Behandlung mit zielgerichteten Basismedikamenten

Für diese neueste Untergruppe der Basismedikamente ist auch die englische Abkürzung tsDMARDs (targeted synthetic Disease Modifying Anti-Rheumatic Drugs) gebräuchlich. Die ersten dieser Medikamente mit chemisch hergestellten Wirkstoffen waren 2015 in Deutschland verfügbar. Sie wurden jeweils zielgerichtet als Mittel gegen bestimmte Bestandteile des Körpers entwickelt, die für das Entzündungsgeschehen mitverantwortlich sind – beispielsweise Enzyme aus der Gruppe der Januskinasen. Anders als Biologika fangen tsDMARDs die entzündungsfördernden Stoffe nicht im Blut ab, sondern wirken in den Zellen. Die Medikamente werden als Tabletten eingenommen. Zu den tsDMARDs zählen Januskinase-Hemmer (JAK-Inhibitoren) und Phosphodiesterase-Hemmer (PDE-4-Hemmer).5 

Unterstützende Behandlungsmöglichkeiten bei Schuppenflechte

Zusätzlich zur systemischen Behandlung der Schuppenflechte mit Medikamenten kann weitere Unterstützung hilfreich sein, um das Leben mit der Erkrankung zu erleichtern.

Wenn die Psoriasis dazu führt, dass du nicht mehr aus dem Haus gehen möchtest, ist das psychisch sehr belastend. Eine Psychotherapie hilft dir, einen besseren Umgang mit deiner Schuppenflechte zu erlernen.6

Gesunde Ernährung kann die Symptome der Schuppenflechte positiv beeinflussen. Lass dich am besten von deinem Behandlungsteam dazu beraten und besuche unseren Ratgeber, dort findest du passende Rezeptideen.

Schuppenflechte: Zwei Selbsttests zur Vorbereitung auf dein Arztgespräch

Mit diesen beiden Tests bereitest du dich optimal auf dein Arztgespräch vor. So gehst du sicher, dass alle Aspekte und Symptome besprochen werden.

Der SYMPTOM-KOMPASS mit DLQI-Test

Der SYMPTOM-KOMPASS mit DLQI-Fragebogen hilft bei der Vorbereitung auf deinen nächsten Praxistermin. Der Dermatologische Lebensqualitäts-Index (DLQI) misst die Auswirkungen einer Psoriasis auf die Psyche und die Lebensqualität. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der ärztlichen Einstufung des Schweregrads.

Der GEPARD-Test

Gibt es Anzeichen für Psoriasis-Arthritis? Mit dem GEPARD-Test (auch GEPARD-Fragebogen oder GEPARD-Screening) kannst du Symptome an deinen Gelenken überprüfen. So erhältst du bei deinem Arztbesuch eine frühere Diagnose.

Bildausschnitt einer Person, die auf einem Sofa sitzt und ein Smartphone in der Hand hält.
AdobeStock_242824612__Rido

Wann ist eine systemische Therapie bei Psoriasis notwendig?

Wenn eine Psoriasis einen mittelschweren bis schweren Verlauf hat, erfolgt in der Regel eine Behandlung mit systemischen, im ganzen Körper wirkenden Medikamenten. So können eine Fehlreaktion des Immunsystems und das Entzündungsgeschehen verringert werden.

Welche systemischen Medikamente stehen zur Verfügung?

Bei der Behandlung von Schuppenflechte kommen klassische systemische Medikamente mit Wirkstoffen wie Methotrexat (MTX), Biologika und zielgerichtete Basismedikamente zum Einsatz.

Wie wirken Biologika im Vergleich zu klassischen Systemtherapien?

Klassische systemische Medikamente unterdrücken das gesamte Immunsystem, um Fehlreaktionen zu verringern. Biologika greifen gezielter in das Abwehrverhalten des Körpers ein und haben daher in der Regel weniger Nebenwirkungen.

Welche Nebenwirkungen können bei systemischen Therapien auftreten?

Die Nebenwirkungen sind abhängig vom Präparat. Bei klassischen systemischen Medikamenten zählen Übelkeit, Haarausfall, Mundschleimhautentzündung, Leberschädigung, Blutbildungsstörungen und ein erhöhtes Infektionsrisiko zu den möglichen Nebenwirkungen. Bei Biologika sind es unter anderem ein erhöhtes Infektionsrisiko und Blutbildungsstörungen. Genauere Informationen stehen in den Packungsbeilagen und sollten unbedingt vor Therapiebeginn besprochen werden.

Wie lange muss man systemische Medikamente einnehmen?

Da Schuppenflechte nicht heilbar ist, erfolgt die Therapie mit systemischen Medikamenten wie Biologika bei guter Verträglichkeit in der Regel dauerhaft.

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Bildausschnitt einer Person, die auf einem Sofa sitzt und ein Smartphone in der Hand hält.
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Unsere Tests: Ist es Psoriasis?

Deine Symptome können Hinweise geben.

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Ein bärtiger Mann in einem blauen Hemd und eine Frau in einem weißen Kittel sitzen an einem Tisch und unterhalten sich.
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Eine dunkelhaarige Frau ist von hinten zu sehen. Sie betastet rötliche Flecken auf ihrem Schulterblatt.
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Wie entsteht eine Psoriasis?

Diese Faktoren können Psoriasis auslösen.

Quellen:

  1. Deutsche Rheuma-Liga. Basismedikamente oder DMARDs. https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/public/main_domain/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/4.5_Basismedikamente.pdf (zuletzt aufgerufen am 11.11.2025).  
  2. Deutsche Rheuma-Liga. Basismedikamente. https://www.rheuma-liga.de/rheuma/therapie/medikamententherapie/basismedikamente (zuletzt aufgerufen am 11.11.2025).
  3. Deutsche Rheuma-Liga. Klassische Basismedikamente. https://www.rheuma-liga.de/rheuma/therapie/medikamententherapie/basismedikamente/klassische-basistherapeutika (zuletzt aufgerufen am 11.11.2025).
  4. Deutsche Rheuma-Liga. Biologika. https://www.rheuma-liga.de/rheuma/therapie/medikamententherapie/basismedikamente/biologika (zuletzt aufgerufen am 11.11.2025).
  5. Deutsche Rheuma-Liga. Zielgerichtete, synthetische Basismedikamente. https://www.rheuma-liga.de/rheuma/therapie/medikamententherapie/basismedikamente/zielgerichtete-synthetische-basismedikamente (zuletzt aufgerufen am 11.11.2025).
  6. Psoriasis-Netz e.V. Psychotherapie bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis – so geht's https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/psychotherapie-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/ (zuletzt aufgerufen am 03.11.2025).

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