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Nesselsucht mit Medikamenten behandeln  

Diese Wirkstoffgruppen kommen zum Einsatz

Bei chronischer Nesselsucht (Urtikaria) sind Antihistaminika die Standardtherapie.1 Für etwa die Hälfte der Betroffenen sind sie eine gute Lösung, die Symptome werden gelindert.2 Bei der anderenHälfte reicht das jedoch nicht aus, hier können andere Wirkstoffe zum Einsatz kommen.1,2 Denn Aufgeben ist keine Option: Das Ziel der Urtikaria-Behandlung lautet dauerhafte Symptomfreiheit.2 Denn für jede*n Betroffene*n soll die optimaleTherapie gefunden werden.

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Die Behandlung der Urtikaria erfolgt in verschiedenen Schritten: 

  • Antihistaminika sind die Mittel der ersten Wahl bei Nesselsucht.1,3
  • Wenn die Urtikaria durch Antihistaminika nicht ausreichend kontrolliert werden kann, gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten.3 Zum Beispiel können ergänzend zu den Antihistaminika sogenannte Biologika zum Einsatz kommen.3 Biologika sind hochkomplexe Medikamente, die mithilfe biotechnologischer Verfahren hergestellt werden.4 

Wichtig: Lass deine Therapie immer engmaschig ärztlich begleiten. Damit du gut vorbereitet zu deinem nächsten Termin gehst, kann dir der Gesprächskompass eine wertvolle Unterstützung sein. 

Schematische Darstellung der wirksamen und unwirksamen Behandlung von chronischer spontaner Urtikaria mit Beginn der Symptome, der Diagnose, drei Behandlungsstufen und dem Ziel der Beschwerdefreiheit oder der langfristigen Linderung der Symptome.
Novartis Pharma GmbH

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Wie sehr die chronische spontane Urtikaria (csU) deinen Schlaf, deine Stimmung und deinen Alltag beeinflusst, kann dein Behandlungsteam nicht sehen. Der Gesprächskompass hilft dir, beim Arztgespräch über deine csU und ihre Auswirkungen zu sprechen. Lade den Ratgeber jetzt herunter.

Titelbild des Ratgebers „Chronische spontane Urtikaria (csU): Gut vorbereitet in die Arztpraxis“.
Novartis Pharma GmbH

Therapie mit Biologika

Biologika sind Medikamente, die häufig bei Autoimmunerkrankungen wie der Urtikaria eingesetzt werden.4,5 Sie kommen ergänzend zu Antihistaminika zum Einsatz, wenn in der ersten Behandlungsstufe kein Erfolg erzielt werden konnte.3 

Biologika greifen an bestimmten Stellen gezielt in das Immunsystem ein und können so das Krankheitsgeschehen beeinflussen.4 

Bei Menschen mit chronischer spontaner Urtikaria lassen sich die Symptome oftmals mit Biologika unter Kontrolle bringen, wenn Antihistaminika nicht ausreichend wirken.5 

Da Biologika in die Funktion des Immunsystems eingreifen, kann es im Rahmen der Behandlung häufiger zu Infektionen kommen.4 

Ein Mann im weißen Kittel zeigt einem anderen Mann etwas auf einem Klemmbrett.
iStock-2224488917-fizkes

Fragen oder Unsicherheiten zur Therapie kannst du jederzeit mit deinem Behandlungsteam besprechen. Im Artikel Therapietreue erfährst du, wieso es wichtig ist, deineMedikamente regelmäßig einzunehmen.

Weitere Medikamente

Bei akuten schweren Schüben kann kurzzeitig eine Behandlung mit hoch dosierten kortisonhaltigen Präparaten erfolgen. Für eine langfristige Therapie ist Kortison bei Nesselsucht jedoch nicht geeignet.1,6 

Alternativ zu Biologika stehen inzwischen auch weitere Therapieoptionen zur Verfügung, die gezielt in Signalwege des Immunsystems eingreifen.1 

Diese Wirkstoffe setzen an einem spezifischen Punkt innerhalb der Signalkaskade von Immunzellen an und unterbrechen so die Kette von Reaktionen, die letztlich zur Freisetzung von Botenstoffen führt.1 Die Botenstoffe sorgen für das typische Jucken und die Quaddeln bei Nesselsucht.1

Illustration verschiedener Medikamente.
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Denk daran: Wie stark die Nesselsucht deinen Alltag beeinträchtigt, ist für Außenstehende oft nicht sichtbar. Sprich daher immer offen mit deinem*deiner Ärztin über deine Beschwerden. Nur so kann die optimale Therapie für dich gefunden werden.  

Der Gesprächskompass hilft dir dabei, dich auf dein nächstes Arztgespräch vorzubereiten.

Klinische Studien von Novartis ...

... sind ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung neuer Medikamente und Therapien. Für Patient*innen können sich daraus neue Behandlungsoptionen ergeben. Novartis führt immer wieder Studien zu Nesselsucht durch. Das laufende Studienprogramm findest du unter dem Begriff „Urtikaria“ oder „Nesselsucht“.

Eine Frau und ein Mann im weißen Kittel unterhalten sich.
iStock-1215506203 Halfpoint

Welche Medikamente werden bei Urtikaria eingesetzt?

Zur Behandlung der Nesselsucht stehen verschiedene Wirkstoffe zur Verfügung. Zunächst werden Antihistaminika als Standardmedikamente eingesetzt, die bei ungefähr der Hälfteder Erkrankten wirksam sind. Falls diese nicht ausreichend helfen, kommen zusätzlich Mittel zum Einsatz, die das Immunsystem beeinflussen und so die Symptome der Urtikaria lindern können.

Wann bekomme ich Biologika verschrieben?

Urtikaria-Patient*innen können Biologika erhalten, wenn Antihistaminika ihre Beschwerden nicht ausreichend lindern. Diese Wirkstoffe werden in der zweiten Therapiestufe ergänzend zu den Antihistaminika verordnet.

Wie wirken Medikamente gegen Nesselsucht?

Die Arzneimittel wirken auf unterschiedliche Weise auf das Abwehrsystem. Biologika und ähnliche Präparate docken an spezifischen Stellen des Immunsystems an und verändern dadurch den Krankheitsablauf der Urtikaria

Welche Nebenwirkungen haben Biologika?

Weil Biologika die Funktion des Immunsystems beeinflussen, kann die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten während der Therapie steigen. Sprich bei Unsicherheiten dazu mit deinem*deiner Ärzt*in. Der Gesprächskompass bietet dir dabeiwertvolle Unterstützung. 

Was ist bei der Behandlung der Urtikaria mit Medikamenten sonst noch wichtig?

Eine ärztliche Begleitung während der gesamten Nesselsucht-Therapie ist wichtig. Das ist insbesondere der Fall, weil bestimmte Wirkstoffe häufiger unerwünschte Wirkungen verursachen können. Sprich mit deinem Behandlungsteam offen über deine Beschwerden und wie sehr diese dich im Alltag einschränken. Nur so lässt sich die passende Therapie für dich finden. Das Behandlungsziel ist das dauerhafte Abklingen der Symptome.

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Titelbild des Ratgebers „Chronische spontane Urtikaria (csU): Gut vorbereitet in die Arztpraxis“.
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Gesprächskompass für das Arztgespräch

Ratgeber bei chronischer spontaner Urtikaria.

Eine Frau in weißem Kittel betrachtet den rechten Oberarm einer weiteren Person durch eine Lupe.
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Dermatolog*innen in deiner Nähe

Hier findest du die passende Hautarztpraxis.

Eine junge Frau schaut mit Unbehagen über ihre rechte Schulter.
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Eine Person im weißen Kittel hat ein medizinisches Instrument in der Hand und lächelt eine andere Person an.
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Therapietreue bei Urtikaria

Wie Beständigkeit den Unterschied macht.

Quellen:

  1. Allergieinformationsdienst. Urtikaria (Nesselsucht). https://www.allergieinformationsdienst.de/krankheitsbilder/urtikaria (zuletzt aufgerufen am 17.03.2026).
  2. Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Therapieziel Remission – eine Herausforderung. https://www.bvdd.de/aktuelles-presse/newsroom/pressemitteilungen/details/therapieziel-remission-eine-herausforderung/ (zuletzt aufgerufen am17.03.2026).
  3. Maurer M. Diagnose und Therapie der chronischen Urtikaria. https://cmemedipoint.de/wp-content/uploads/2023/06/230619_4312_Urtikaria_CME_WEB.pdf (zuletzt aufgerufen am 17.03.2026).
  4. Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V. Biologika/Biosimilars. https://www.rheuma-liga.de/fileadmin/public/main_domain/Dokumente/Mediencenter/Publikationen/Merkblaetter/4.4_Biologika.pdf (zuletzt aufgerufen am 17.03.2026).
  5. Deutsches Ärzteblatt. Anpassung der Therapiekonzepte: Chronische spontane Urtikaria – eine Autoimmunkrankheit https://www.aerzteblatt.de/archiv/anpassung-der-therapiekonzepte-chronische-spontane-urtikaria-eine-autoimmunkrankheit-5cfb622d-62a9-4d0e-9beb-cba2e5e5bd50 (zuletzt aufgerufen am 17.03.2026).
  6. Österreichische Lungenunion. Beschwerden und Behandlung von Urtikaria. https://www.lungenunion.at/urtikaria-behandlung/ (zuletzt aufgerufen am 17.03.2026). 

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