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Selbsthilfe-
Tipps

Selbsthilfe-Tipps

Was man selbst mit Schuppenflechte alles tun kann...

Die tägliche Pflege der Haut mit rückfettenden Pflegeprodukten ist eine wichtige Selbsthilfe-Maßnahme. Je besser das flächenmäßig größte Organ des Menschen gepflegt wird und intakt ist, umso besser kann es seine Barrierefunktion zur Außenwelt erfüllen. 

Illustration Mensch unter der Dusche

Ein weiches Handtuch zum Abtrocknen vermeidet Hautirritationen. Kurze, glatte Fingernägel bewahren vor größeren Verletzungen der Haut, wenn man sich doch mal kratzen muss.

Auch Belastungen von Ellbogen und Knie, zum Beispiel durch längeres Aufstützen oder dauerhaftes Knien bei der Gartenarbeit, sollten vermieden werden. Denn Druck kann an diesen Hautstellen eine Psoriasis wieder aufflammen lassen. Gleiches gilt bei einer Schuppenflechte, die die Kopfhaut betrifft. Drückende Brillen beispielsweise können die Haut reizen und die Schuppenflechte kann sich so auf das Ohr ausweiten.

Betroffene sollten außerdem auf ihr Gewicht achten. Zu viele Kilos erhöhen das Risiko einer Entwicklung  einer Schuppenflechte, fördern aber auch die typischen Begleiterkrankungen wie Arthritis, Bluthochdruck, Diabetes. 

Eine gesunde Ernährung kann dagegen das Erscheinungsbild der Psoriasis nachweisbar verbessern. Gerade Vollkornprodukte, Kartoffeln, frisches Obst und Gemüse, Milch und pflanzliche Öle sind hilfreich. Kaltwasserfische wie Makrele und Lachs enthalten Omega-3-Fettsäuren. 

Illustration Obst und Gemüse

Auf jeden Fall sollte man Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden, da diese Schübe triggern können. Enge Kleidung reizt die Haut durch Reibung und Druck. Lieber weite, bequeme und atmungsaktive Materialien tragen, die auch ein übermäßiges Schwitzen verhindern. 

Seelenhygiene

Warum eine entspannte Seele eine bessere Haut hat...

Es ist ein tragischer Teufelskreis: Stress fördert Psoriasis. Und Psoriasis stresst dann die Seele. Über Jahrzehnte geht die chronische Krankheit bei vielen Menschen mit einem erheblichen psychischen Leidensdruck einher, da die Krankheit die Haut sichtlich zeichnet. Erst vor gut 150 Jahren von der Lepra unterschieden, fühlen sich die Betroffenen vielfach noch stigmatisiert und ausgegrenzt. So ist es erst seit wenigen Jahren erlaubt, mit Psoriasis öffentliche Bäder zu besuchen.

Illustration Stress und trübe Gedanken

Viele Experten vergleichen das seelische Leid bei Psoriasis mit dem bei Krebs oder Herzinfarkt. Ein erster Schritt, sich nicht als Aussätziger zu fühlen, ist Partner, Familie, Freunde und Bekannte offen über Ihre Schuppenflechte zu informieren.
Vielen Menschen hat ein gezieltes „Anti-Stress-Programm“ (z.B. Autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga) geholfen, mit dem erheblichen Druck umzugehen. Bei manchen Patienten 

hat sich eine psychologische bzw. psychotherapeutische Behandlung als wohltuend – auch für die Haut – erwiesen. Sehr nachhaltig sind Patientenschulungen, bei denen Betroffene weitere Informationen zur Erkrankung und praktische Tipps zur Behandlung, Hautpflege und Entspannung erhalten können.