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Glossar

Glossar

Abwehrzellen
Zellen des Immunsystems, die für die Immunabwehr verantwortlich sind.

Allergene
Substanzen, die beim Kontakt mit dem Organismus von dessen Immunsystem als fremd erkannt werden. Gegen solche Substanzen wird in der Regel eine Immunreaktion eingeleitet, die das Krankheitsbild einer Allergie hervorrufen.

Angioödeme
Angioödeme sind plötzlich auftretende Schwellungen der Haut oder Schleimhäute. Grund dafür ist eine Wasseransammlung in tieferen Gewebeschichten.

Antihistaminika
Antihistaminika sind Wirkstoffe, die die Effekte der körpereigenen Substanz Histamin aufheben, indem sie die Bindungsstellen des Histamins blockieren. Das klassische Einsatzgebiet der H1-Antihistaminika sind Beschwerden aufgrund einer Allergie.

Autoimmunreaktion
Krankhafte Reaktion des Immunsystem gegenüber körpereigenem Gewebe.

Autologer Serumtest
Mit dem autologen Serumtest, auch ASST (von engl. „Autologous Serum Skin Test“), kann der Hautarzt abklären, ob es sich um eine autoreaktive Form der Urtikaria handelt. Für den Test entnimmt der Hautarzt dem Patienten Blut aus der Vene, das nach dem Gerinnen zentrifugiert wird. Das so entstandene patienteneigene Serum wird der zu untersuchenden Person wie bei einem Allergietest unter die Haut gespritzt. Wenn sich am Injektionsort eine Quaddel bildet, gilt das als Nachweis für eine autoreaktive Form der Nesselsucht.

Autoreaktivität
Von Autoreaktivität spricht man, wenn das Immunsystem sich gegen bestimmte körpereigene Stoffe wendet. Das Immunsystem bildet dabei Antikörper, die gegen diese Stoffe gerichtet sind – sogenannte Autoantikörper. Das Immunsystem reagiert dann so, als wären diese körpereigenen Stoffe bedrohliche Eindringlinge, und bekämpft sie.

A

B

Blutsenkungsgeschwindigkeit
Test auf Entzündungen im Körper. Wird eine Blutprobe längere Zeit stehen gelassen, so setzen sich die roten Blutkörperchen ab. Spielt sich im Körper ein entzündlicher Prozess ab, dann geschieht das Absinken beschleunigt.

 

Chronisch
Im Gegensatz zu den akuten, also plötzlich auftretende Krankheiten, haben chronische Erkrankungen keinen eindeutig bestimmbaren Ausgangspunkt. Sie entwickeln sich vielmehr langsam und schleichend über einen langen Zeitraum. Heilt eine Krankheit nicht aus oder kann keine Krankheitsursache festgestellt und beseitigt werden, kommt es zur sogenannten Chronifizierung.

CRP – C-reaktives Protein ​
CRP ist ein Eiweißstoff, dessen Spiegel im Blut bei Infektionen, Entzündungen, aber auch bei Gewebsschäden steigt. Die Höhe des CRP-Anstiegs erlaubt einen Rückschluss auf die Schwere der zugrunde liegenden Krankheit.

C

D

Diaminoxidase
Diaminoxidase (DAO) ist ein Enzym, welches das Gewebshormon Histamin und verwandte biogene Amine abbauen kann. Wird im Organismus zu wenig Diaminoxidase gebildet, kann das zu einem verminderten Histaminabbau und somit zu einer Histaminunverträglichkeit führen.

Differentialblutbild
Routineuntersuchung in der medizinischen Labordiagnostik, die eine Erweiterung des kleinen Blutbildes darstellt. Hier werden die verschiedenen weißen Blutkörperchen differenziert und einzeln ausgewertet.

Ekzeme
Sammelbegriff für entzündliche, meist juckende, nicht ansteckende Hauterkrankungen. 

Enterochromaffin-ähnliche Zellen (ECLZellen)
Zellen der Magenschleimhaut, die Histamin ausschütten und dadurch die Magensäureproduktion des Magens anregen.

Erstmanifestation
Von Erstmanifestation spricht man, wenn eine Erkrankung bei einem vormals gesunden Patienten erstmalig auftritt.

Erythrodermie
Bei einer Erythrodermie spricht man von einer Rötung der Haut am gesamten Körper, die durch verschiedene Entzündungsreaktionen und einer Gefäßerweiterung der gesamten Haut entsteht.

E

Gene
Ein Gen ist der Träger von Erbinformationen, der sich in jeder menschlichen Zelle befindet. Es beschreibt einen Abschnitt auf der DNA, der die genetischen Informationen enthält. Damit stellt ein Gen für die Zellen sozusagen einen bestimmten Code dar, den sie entschlüsseln, um Informationen für den Aufbau von Proteinen zu gewinnen. Verändert sich ein einzelnes Gen, kann es zu einer vererbbaren Erkrankung führen. 

Genetische Disposition
Als genetische Disposition bezeichnet man die vererbte Veranlagung eines Menschen, bestimmte Krankheiten zu entwickeln.

G

Hautläsionen
Hautläsionen sind Veränderung des normalen Hautbildes. Sie können an jedem Körperteil bzw. an jeder Körperregion auftreten und dort kleinere oder größere Hautbereiche abdecken. Hautveränderungen können Hautausschlag, mit Eiter gefüllte Bläschen, Blasen, Schwellungen, Verfärbungen, Erhebungen oder jede andere Veränderung in oder auf der Haut sein.

H

Histamin
Beim Menschen und anderen Säugetieren spielt Histamin eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen und ist an der Abwehr körperfremder Stoffe direkt beteiligt. Histamin ist ein Hormon, das von den Abwehrzellen bei sofortallergischen Reaktionen sowie zeitlich verzögert ablaufenden Immunreaktionen (z.B. gegen Nahrungsmittel) und Entzündungen ausgeschüttet werden kann. U.a. dient es als einer der Botenstoffe in der Entzündungsreaktion, um eine Anschwellung des Gewebes zu bewirken.

Immunglobulin E
Immunglobuline E sind Eiweiße, die zum Abwehrsystem des Körpers zählen. Sie werden auch „IgE-Antikörper“ genannt und gehören zur großen Familie der Immunglobuline. IgE spielen bei der Entwicklung von Allergien eine bedeutende Rolle. Zusammen mit verschiedenen Abwehrzellen – wie Mastzellen, speziellen weißen Blutkörperchen – sind sie an der Bekämpfung von Fremdstoffen im Blut beteiligt.

I

K

Keratinozyten
Keratinozyten, die sogenannten Hornzellen, sind Zellen der menschlichen Oberhaut, die die Hornsubstanz Keratin produzieren. Keratin wirkt wasserabweisend und verleiht der Haut Schutz und Stabilität.

Mastzellen
Mastzellen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Immunsystems. Diese weißen Blutkörperchen haben eine Wächterfunktion und helfen bei der Abwehr von Krankheitserregern. Bei einer Infektion erkennen die Mastzellen die Eindringlinge und schütten Immunbotenstoffe aus, welche die Körperabwehr aktivieren. Bei Menschen mit Nesselsucht oder Allergien reagieren die Mastzellen auch auf harmlose körpereigene Substanzen. Sie schütten Histamin aus, was zu Juckreiz und Quaddelbildung führt.

Metabolisches Syndrom
Das Metabolische Syndrom ist eine Sammelbezeichnung verschiedener Krankheiten und Risikofaktoren: zu viel Bauchfett, Bluthochdruck, erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte zählen dazu.

Morbus Crohn
Morbus Crohn ist eine Krankheit, die meist den Darm betrifft und dort zu einer chronischen Entzündung führt. Symptome wie anhaltender Durchfall und Bauchschmerzen können dabei auftreten.

Mykosen
Erkrankung, die durch eine Infektion mit Pilzen verursacht wird.

M

Nichtsteroidale Antirheumatika
Entzündungshemmende Medikamente, die bei Rheuma und entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, aber auch gegen Beschwerden wie Schmerzen, Fieber und Entzündungen, eingesetzt werden.

N

Nichtsteroidale Antiphlogistika
s. Nichtsteroidale Antirheumatika

Papeln
Als Papeln bezeichnet man runde bis ovale Knötchen mit einem Durchmesser von weniger als 5 mm. Die Papeln sind immer über die Hautoberfläche erhaben, Farbe und Konsistenz können variieren.

Plaques
Plaques sind erhabene flächige Hautveränderungen. Im Falle der Psoriasis schuppen diese Plaques kontinuierlich, bei etwas mehr als der Hälfte der Betroffenen jucken sie auch.  

P

Polidocanol
Polidocanol ist ein medizinischer Wirkstoff, der eingesetzt wird, um Juckreiz und Schmerzen an der Haut zu Lindern. Polidocanol besitzt eine betäubende Wirkung und wird Cremes, Gelen und Lotionen zugesetzt, die äußerlich auf die Haut aufgetragen werden.

Prädilektionsstelle
Eine Prädilektionsstelle ist der Körperteil bzw. die Köperregion, an der eine bestimmte Erkrankung oder die Symptome bevorzugt auftreten, wie z.B. die Kniescheiben oder Ellenbogen bei vielen Hauterkrankungen. Die Kenntnis der Prädilektionsstellen einer Erkrankung kann dem Arzt bei seiner Diagnose hilfreich sein.

Pruritus 
Lateinische Bezeichnung für Juckreiz. Beschreibt eine unangenehme Empfindung der Haut, die ein Kratzen der Haut provoziert. Oft ist Juckreiz auch Symptom für eine Erkrankung.

Remission
Der Begriff Remission bezeichnet dauernde oder aber nur vorübergehende Abschwächung der Symptome, ohne dass eine Heilung erreicht wird.

R

Therapietreue
Konsequentes Befolgen der ärztlichen Ratschläge und Einhalten einer medikamentösen Therapie.

T