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Definition
der Schuppenflechte

Kurze Definition der Schuppenflechte

Welchen Einfluss haben die Erbanlagen auf die Schuppenflechte? 

Die Psoriasis ist eine chronische, entzündliche Erkrankung primär der Haut, die aber auch Nägel und Gelenke befallen kann. Das bekannteste Symptom sind ihre entzündlich geröteten Hautläsionen, die verdickt sind und silbrig-weiß schuppen.
Auch Juckreiz zählt zu den typischen Symptomen und kann dabei unterschiedlich ausgeprägt sein.

Psoriasis ist grundsätzlich nicht ansteckend und wird durch Kontakt nicht übertragen. Stattdessen gehen Ärzte von einer genetischen Disposition (Veranlagung) aus. Das bedeutet: nicht die Krankheit selbst, sondern die Neigung des Körpers, eine Psoriasis zu entwickeln, ist in den Erbanlagen der betroffenen Menschen verankert.

Während in Mitteleuropa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung eine Schuppenflechte entwickeln, kennen Inuit, Indianer, Schwarzafrikaner und Aborigines die Psoriasis so gut wie gar nicht.

Bei Japanern und Chinesen tritt die Schuppenflechte seltener auf.1 Dafür liegt das Risiko hierzulande bei rund 70 Prozent, dass bei eineiigen Zwillingen beide an der Schuppenflechte erkranken. Rund 40 Prozent der Betroffenen kommen aus Familien, in der Psoriasis schon mal ausgebrochen ist.2

Illustration Weltkarte

Welche Gene zu dieser Veranlagung führen, weiß man allerdings noch nicht genau. Auch nicht, wie diese Gendefekte weitergegeben werden. Denn tatsächlich kann die Krankheit in einer Familie auch Generationen überspringen. Außerdem kann niemand vorhersagen, wie, wann und ob es überhaupt zum Ausbruch der Krankheit kommt. 

Illustration DNA

Der Großteil der Betroffenen erkrankt vor dem 40. Lebensjahr (Typ-1-Psoriasis). Der seltenere Spättyp (Typ-II-Psoriasis) bricht erst im fünften bis sechsten Lebensjahrzehnt aus. Schon im Alter von 18 Jahren sind fast 1 von 100 Menschen an Schuppenflechte erkrankt. 

Quellen:

1Parisi R et al.: Global epidemiology of psoriasis: a systematic review of incidence and prevalence. In: J Invest Dermatol. 2013 Feb;133(2):377-85. doi: 10.1038/jid.2012.339. Epub 2012 Sep 27.
2Schon MP et al.: Psoriasis. In: NEJM, 2005 May 5; 352(18):1899-912.2005.
3Augustin M, Krüger K, Radtke MA, Schwippl I, Reich K: Dermatology 216:366-372, 2008.