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Arztwahl & Diagnostik

Arztwahl und Diagnostik

Warum Psoriasis ein Mannschaftsspiel ist...

Üblicherweise ist der Dermatologe oder der Hausarzt der erste Ansprechpartner beim Auftreten von Krankheitszeichen der Schuppenflechte. Bei gleichzeitigen Beschwerden mit den Gelenken kann der behandelnde Arzt seinen Patienten aber auch zum Rheumatologen überweisen. Im weiteren Verlauf ist Psoriasis generell eine Erkrankung, die am besten im Team behandelt wird –  bestehend aus dem Patienten, dem Dermatologen und/oder dem Hausarzt und gegebenenfalls einem Rheumatologen.Illustration Patient, Dermatologe, Hausarzt und Rheumatologe sind das Psoriasis-Team

Aufgrund des meist lebenslangen Verlaufs und der häufigen Begleiterkrankung ist ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Verhältnis sehr wichtig. Nur so kann sich der Dermatologe ein komplettes Bild von der Beschwerdesituation machen und seinen Patienten angemessen behandeln. 

Insbesondere für mittelschwere bis schwere Krankheitsverläufe bieten inzwischen zahlreiche universitäre Hautkliniken in ganz Deutschland eine spezielle Psoriasis-Sprechstunde an. 

Dermatologen, die sich auf die Behandlung der Schuppenflechte spezialisiert haben, schließen sich zu regionalen Psoriasis-Netzwerken zusammen (www.psonet.de). Deren Ziel ist es, die Versorgungsqualität sowie die Kooperation zwischen den Arztgruppen zu verbessern. Auch Patientenorganisationen (z.B. der Deutsche Psoriasis Bund e. V.) setzen sich für die Anliegen der Betroffenen mit Psoriasis in allen Bereichen der Gesellschaft ein. Selbsthilfeorganisationen bieten in Regionalgruppen und Kontaktkreisen die Möglichkeit für zwanglose Treffen um den Erfahrungsaustausch unter den Betroffenen zu fördern.

Ehrenamtliche Mitarbeiter organisieren Fachvorträge und helfen bei persönlichen Problemen. Allein schon das Zusammenkommen zeigt: Man ist nicht allein! 

Illustration Arzt-Patientengespräch

Ärztliche Diagnostik

Einen klaren, akuten Schub der Psoriasis an den dafür typischen Stellen erkennt jeder Hautarzt sofort. Doch eine diffus entzündete Haut, verfärbte, verdickte Nägel, entzündete Gelenke treten auch bei anderen Krankheiten auf, wie Ekzemen, Mykosen (Pilzerkrankungen), Hauttumoren. 

Die Diagnose kann durch das Auslösen des sogenannten Ausspitz-Phänomens gesichert. Dazu werden die Hautschuppen einer Plaque vorsichtig mit der stumpfen Seite eines Spatels bis auf die unterste Schicht der Oberhaut abgekratzt. Bei einer Psoriasis kann der Dermatologe dann drei Dinge beobachten: 

Illustration Mikroskop

1

Die Schuppen lösen sich wie Wachs, den man von einer Kerze kratzt. 

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Nachdem alle Schuppen abgekratzt sind, zeigt sich ein dünnes glänzendes Häutchen. 

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Entfernt man dieses „letzte Häutchen“ kommt es ohne Schmerzen zu punktförmigen Blutungen.