Kontaktformular
Urtikariakontrolltest

Urtikariakontrolltest

Der Test dient zu Ihrer Orientierung. Die exakte
Diagnose ist durch einen Arzt zu stellen.

Machen Sie jetzt den Test!

Diese Urtikaria-Tests erleichtern Diagnose und Therapie

  • Von Urtikaria-Spezialisten entwickelte Test-Verfahren helfen Patienten und Ärzten dabei, Form, Auslöser und Schwere einer Nesselsucht zu bestimmen. Oft liefern die Test-Ergebnisse entscheidende Hinweise auf die effektivste Behandlungsmethode.
  • Der Urtikariakontrolltest (UCT) beurteilt, ob die Erkrankung durch die derzeitige Therapie gut kontrolliert wird oder eine weitere ärztliche Behandlung notwendig ist.
  • Bei der Auslöser-Suche setzen Hautärzte zudem auf Provokationstests und Blutbild-Untersuchungen.

Liegt eine Nesselsucht vor? Und wenn ja, welche Form? Wirkt die aktuelle Therapie ausreichend oder sollte zeitnah ein Hautarzt aufgesucht werden? Diese und andere Fragen beantworten anerkannte Urtikaria-Test-Verfahren, die von Medizinern entwickelt wurden, um Patienten und Ärzte bei der Diagnose und Behandlung zu unterstützen. Ein Überblick.

Der Urtikariakontrolltest (UCT) zeigt an, wie gut eine Nesselsucht aktuell kontrolliert wird

  • Mit dem Urtikariakontrolltest (engl. Urticaria Control Test, kurz UCT), der an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Charité-Universitätsmedizin Berlin entwickelt wurde, finden Ärzte und Patienten schnell und zuverlässig heraus, wie gut die Beschwerden einer Urtikaria durch die aktuelle Therapie unter Kontrolle sind.1
  • Das Ergebnis des Urtikariakontrolltests zeigt an, ob eine Behandlung aktuell notwendig ist oder nicht. Und es hilft dabei, dem Hautarzt eine möglichst genaue Einschätzung der aktuellen Krankheitsaktivität zu geben. Der kompakte UCT besteht aus lediglich vier Fragen und kann auf dieser Seite innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden.
  • Wichtig ist: Der Urtikariakontrolltest kann eine Behandlung durch den Hautarzt nicht ersetzen. Vielmehr ergänzt und unterstützt dieses anerkannte Testverfahren den Patienten und Arzt dabei, durch Teamarbeit zu überprüfen wie gut die vorliegende Urtikaria kontrolliert wird.

Der Urtikaria-Wegweiser liefert personalisiertes Nesselsucht-Wissen

Beim Urtikaria-Wegweiser handelt es sich um ein exklusives eLearning-Angebot, das Menschen mit Nesselsucht auf Hautwende.de nutzen können. Auf spielerische Weise vermittelt es wichtiges Grundlagenwissen über die Nesselsucht.

Außerdem liefert der Urtikaria-Wegweiser Betroffenen Hinweise darauf, welche Nesselsucht-Form bei ihnen vorliegen könnte und welche Maßnahmen helfen könnten.

Provokationstests reizen die Haut durch gezieltes Drücken, Reiben, Wärmen oder Kühlen

Löst ein physikalischer Reiz wie Druck, Reibung, Licht, Wärme oder Kälte die juckenden Quaddeln aus? Wenn dieser Verdacht besteht, führt der Hautarzt einen sogenannten Provokationstest durch: Er setzt die Haut des Patienten gezielt einem möglichen Auslöser-Reiz aus, um anschließend zu beobachten, ob die Haut darauf mit den typischen Nesselsucht-Symptomen reagiert.

Hier ein paar Beispiele für Provokationstests, die Ärzte einsetzen, um physikalische Urtikaria-Formen zu diagnostizieren:

  • Druck-Urtikaria – für einen Zeitraum von einigen Minuten werden dem Patienten Gewichte auf den Rücken gelegt, um zu ermitteln, ob der Druck auf die Haut die Nesselsucht-Symptome hervorruft.
  • Reibungs-Nesselsucht/Urticaria factitia – der Arzt reibt mit einem Holzspatel über die Haut und beobachtet, ob sich an diesen Stellen innerhalb von 20 bis 30 Minuten juckende Quaddeln bilden.
  • Wärme-Nesselsucht – ein Arm wird in warmes Wasser getaucht oder mit einem aufgewärmten Gegenstand in Kontakt gebracht.
  • Kälte-Nesselsucht – entweder legt der Arzt einen Eiswürfel auf den Unterarm oder er setzt den Patienten gezielt niedrigen Temperaturen aus, etwa mithilfe von kaltem Wasser oder Zugluft.
  • Licht-Urtikaria – die Haut wird UV-A- und UV-B-Strahlen sowie sichtbarem Licht ausgesetzt.

Was Blutbild-Untersuchungen über eine Urtikaria verraten können

Wenn die Nesselsucht nicht innerhalb einiger Tage wieder verschwindet und es keinerlei Hinweise auf äußere Auslöser gibt, lassen viele Hautärzte das Blutbild untersuchen – oder sie führen den sogenannten autologen Serumtest durch:

  • Die Blutbild-Analyse liefert Hinweise auf bislang unentdeckte Infekte im Körper des Patienten, die in manchen Fällen juckende Quaddeln auslösen können und nicht selten hinter einer chronischen spontanen Urtikaria stecken.
  • Der autologe Serumtest (mit körpereigenem Serum) zeigt zuverlässig an, ob die Nesselsucht durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst wird (autoreaktive Reaktion auf körpereigene Eiweiße) Urtikaria. Dies ist der Fall, wenn die Haut auf körpereigenes Blutserum mit Quaddelbildung reagiert. Das Ergebnis liegt nach etwa einer halben Stunde vor.

Quellen:
¹ K. Weller, M. Maurer, P. Staubach et al.: Development and validation of the Urticaria Control Test: a patient-reported outcome instrument for assessing urticaria control. In: J Allergy Clin Immunol. 2014 May;133(5):1365-72, 1372.e1-6.